Ethylen-Transporte von der Nordsee bis an die österreische Grenze

In Münchsmünster wurde die Verbindung zwischen der EPS und der bestehenden Pipeline ins Bayerische Chemiedreieck hergestellt.

Mit dem Bau der Ethylen-Pipeline-Süd hat die Insellage des Bayerischen Chemiedreiecks ein Ende: Mit der rund 370 Kilometer langen Rohrleitung vom bayerischen Münchsmünster nahe Ingolstadt über Karlsruhe in Baden-Württemberg bis nach Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz ist es möglich, den wertvollen Rohstoff Ethylen zur Verfügung zu stellen oder bei Bedarf nach Bayern zu transportieren.

Die EPS-Pipeline wurde 2013 an die bereits seit Jahrzehnten in Betrieb befindliche Ethylen-Leitung zwischen Münchsmünster, Gendorf und Burghausen angeschlossen. In Ludwigshafen erfolgte der Anschluss an den nordwesteuropäischen Ethylenverbund.

Seitdem kann Ethylen von der Nordsee bis ins Bayerische Chemiedreieck transportiert werden.

Die EPS trägt dazu bei, Wettbewerbsnachteile der chemischen Industrie Europas gegenüber den USA und dem Mittleren Osten zu reduzieren. Dort stehen leistungsfähige Pipeline-Netze und kostengünstig aus Erdgas hergestelltes Ethylen zur Verfügung.

Moderne und leistungsfähige Infrastrukturen wie Pipelines sind Garanten für stetiges Wachstum. Die Ethylen-Pipeline-Süd sorgt für eine erhöhte Konkurrenzfähigkeit der chemischen Industrie und Petrochemie Bayerns, Deutschlands und Europas im globalen Wettbewerb.