Möglichkeit der Ansiedlung und Anbindung an die EPS

Entscheidend für die Investitionen war die Zuversicht in das Fortbestehen der Standorte in Bayerns Chemieregion, welches durch den Bau der EPS gewährleistet ist. Zudem rechnet die Branche durch die Sicherung der Zukunft mit weiteren Wachstumsimpulsen in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Erwartet werden Investitionen und damit auch neue Arbeitsplätze durch weitere Unternehmen und Neu-Ansiedlungen von Betrieben.

Die EPS-Pipeline bietet nicht nur ihren beteiligten Gesellschaftern, sondern auch anderen Unternehmen freien Zugang. Interessierte Ethylen-Produzenten und -Abnehmer können die Pipeline zu den gleichen Bedingungen, beispielsweise bei den Transportkosten, nutzen.

Grundsätzlich ist es möglich, dass sich entlang der Pipeline Unternehmen beispielsweise aus dem Bereich der Kunststoff-Verarbeitung ansiedeln. Entsprechende Anschluss-Pipelines müssen den technischen Anforderungen der EPS entsprechen und sind von den Interessenten zu finanzieren. Beispielsweise hat die MiRO-Raffinerie in Karlsruhe ein zweieinhalb Kilometer langes Teilstück von der EPS ins Werksgelände legen lassen, das aber noch nicht angeschlossen ist.

Die Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) in Karlsruhe ist die größte Raffinerie Deutschlands. In den Produktionsanlagen werden Benzin, Heizöl, Diesel und andere Mineralölprodukte erzeugt. Als Nebenprodukt entsteht auch Ethylen, das bis heute in den Prozessanlagen unterfeuert wird. Die MiRO plant, durch eine neu zu bauende Anlage das Ethylen auf den geforderten Reinheitsgrad aufzubereiten und über die EPS zu vermarkten. Die MiRO hat die logistische Voraussetzung für eine mögliche zukünftige Produktion von hochreinem Ethylen geschaffen.

Die EPS bietet für die MiRO die Chance, sich mit der chemischen Industrie in Rheinland-Pfalz und Bayern noch stärker zu vernetzen und dadurch den Standort und die Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu sichern und auszubauen.