Pressemitteilung

Ethylen-Pipeline Süd nimmt letzte Planungshürde in Baden-Württemberg

  • Regierungspräsidium Karlsruhe veröffentlicht Planfeststellungsbeschluss
  • Komplette Trasse im Südwesten jetzt planungsrechtlich festgelegt


Karlsruhe, 16. September 2008 – Der Baubeginn für die 186 km lange Trasse der Ethylen-Pipeline Süd (EPS) in Baden-Württemberg rückt näher. Das Regierungspräsidium Karlsruhe veröffentlichte am 16. September 2008 den Planfeststellungsbeschluss für den noch ausstehenden Trassenverlauf im westlichen Abschnitt zwischen Illingen und Eggenstein. „Zusammen mit dem im Juli 2008 erfolgten Planfeststellungsbeschluss des Regierungspräsidiums Stuttgart verfügt die EPS jetzt über die Sicherheit, in Baden-Württemberg zügig mit der Verlegung der Rohrleitung zu starten“, erklären Hans-Detlef Dreeskornfeld und Dr. Werner Döhler, Geschäftsführer der Ethylen-Pipeline Süd GmbH & Co KG in München. „Im Laufe des Verfahrens wurden die einzelnen öffentlichen und privaten Interessen in ihrer Gesamtheit abgewogen. Deshalb wurden zahlreiche Einwendungen berücksichtigt, Umplanungen vorgenommen und zusätzliche Neben bestimmungen vereinbart. Auch bei noch offenen Punkten mit unmittelbar Beteiligten ist die EPS weiterhin gesprächsbereit, um gemeinsam sachgerechte Lösunge zu finden.“

Die insgesamt 360 Kilometer lange Ethylen-Rohrleitung zwischen Münchsmünster in Bayern und Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz ist Teil des künftigen europäischen Ethylen-Pipeline-Verbundes. Sie dient der gesicherten Versorgung der chemischen Industrie in ganz Süddeutschland mit Ethylen. Davon profitieren auch die nachgelagerten Branchen von der Agrarindustrie bis zu den Zulieferbetrieben der Kfz-Hersteller. In Baden-Württemberg verläuft die EPS über 186 km von Riesbürg im Ostalbkreis bis Karlsruhe zum bereits fertig gestellten Rheindüker.

Der freiwillige Wegerechtserwerb für den Pipelinebau ist bereits ohne die jetzt erfolgte Planfeststellung des Regierungspräsidiums Karlsruhe gut vorangekommen. „Zurzeit liegen wir in diesem Streckenabschnitt bei 70 Prozent“, erklären dazu die EPS-Geschäftsführer. „Wir danken ausdrücklich allen Kommunen und Beteiligten, die uns ihr Vertrauen entgegengebracht haben. Wir sind zuversichtlich, die noch ausstehenden Wegerechte zügig einholen und die Pipeline 2009 in Betrieb nehmen zu können.“