370 Kilometer Trasse - eine Herausforderung für die Archäologie

Archäologische Grabungsarbeiten fanden wie die Bauarbeiten auch bei widrigen Witterungsbedingungen statt.

Ob die Reste und Spuren menschlichen Lebens aus vergangenen Zeiten nun Kulturdenkmäler wie in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg oder Bodendenkmäler wie in Bayern genannt werden, die jeweiligen Denkmalämter verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Pflege und den Erhalt unseres kulturellen Erbes.

Wie stellte die EPS dies in einem 370 Kilometer langen und durchschnittlich zehn Meter breiten Streifen sicher?
Die EPS finanzierte Grabungsteams, die jedes Denkmal, das nicht erhalten werden konnte, nach Vorgabe der Fachämter dokumentierten, ausgruben und das Fundmaterial  bargen. In einzelnen Fällen konnte die Trasse um oder unter die Denkmäler verlegt werden, so dass sie erhalten blieben.

Durch die systematische archäologische Begleitung konnten auch Denkmäler dokumentiert werden, die vorher nicht bekannt waren.

Die archäologischen Arbeiten mussten täglich zwischen Grabungsteam und Baufirma abgestimmt werden. Mit den Fachbehörden waren die Zeiträume festgelegt worden, in denen die archäologische Dokumentation stattfinden konnte, um Baubehinderungen zu vermeiden.

Wichtig war aber auch das große Engagement und die Flexibilität der vor Ort arbeitenden Archäologen, die trotz widrigster Witterungsbedingungen die Befunde und Funde dokumentierten.