FAQ – Häufige Fragen und die Antworten

Wie ist der aktuelle Stand beim Projekt EPS?

Das Projekt zum Bau der Pipeline ist mit der Inbetriebnahme abgeschlossen. Als Voraussetzung hat die EPS Ethylen-Pipeline-Süd mit den TÜV-Bescheinigungen vom 10. Mai 2013 (Unbedenklichkeitserklärung) und 17. Juni 2013 (Prüfbescheinigung) die Freigabe zur Aufnahme des regulären Betriebes erhalten. Zuvor befand sich die Pipeline im Probebetrieb. In dieser Phase wurden Tests zur weiteren Verfeinerung der technischen Einrichtungen durchgeführt. Die Tests dienten der Sicherheit der Pipeline. Dazu wurde Ethylen zeitweise in beide Richtungen, also von Münchsmünster nach Ludwigshafen und umgekehrt, transportiert. Zudem wurden abschließende Prüfungen des Lecküberwachungssystems durch die Sachverständigen während des Pumpbetriebs vorgenommen. Alle diese Tests waren erfolgreich und führten zu der eingangs genannten Freigabe durch den TÜV.

 

Warum hat sich die Fertigstellung verzögert?

Insgesamt verläuft die Pipeline auf der 370 Kilometer langen Strecke durch rund 10.000 Grundstücke in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Obwohl nur ein Bruchteil der betroffenen Eigentümer und Pächter den Angeboten der EPS zur Entschädigung für die Durchleitung zunächst nicht zugestimmt und teilweise vor verschiedenen Gerichten geklagt hat, musste wegen der langwierigen Gerichtsverfahren der Bau in Teilabschnitten ruhen. EPS kam den Wünschen der Anlieger und Kommunen soweit es möglich war entgegen, was über 70 Umtrassierungen zur Folge hatte. Nach geänderten Planungen und daraus erfolgten Änderungen des Trassenverlaufs konnten die Bauarbeiten im April/Mai 2012 abgeschlossen werden. Hinzu kamen die üblichen Verzögerungen durch ökologische Bauzeitenbeschränkungen und Bodenschutzauflagen aus dem Naturschutz, auf deren Einhaltung EPS viel Wert legte, Witterungseinflüsse wie Kälteeinbrüche oder lang anhaltenden Starkregen. Nach der baulichen Fertigstellung erfolgte bis Mitte Juli 2012 eine erste Befüllung der Leitung mit Ethylen. In einer anschließenden mehrmonatigen Probebetriebsphase mussten bei verschiedenen Betriebszuständen, beispielsweise Transporten in beide Richtungen, die technischen Einrichtungen im Betrieb getestet werden. Für die EPS kommen die Bestimmungen der „Technischen Regel für Rohrfernleitungen“ (TRFL) zur Anwendung. Üblicherweise gilt die TRFL für Flüssigkeiten oder gasförmige Stoffe. In der EPS-Pipeline wird das Ethylen jedoch einem (sogenannten überkritischen) Zustand als Fluid transportiert, also einem Aggregatszustand, dessen Stoffeigenschaften nicht so leicht zu beurteilen sind wie die von Flüssigkeiten. In aufwändigen Verfahren wurden die technischen Überwachungseinrichtungen wie das Leck-Ortungssystem auf das technisch und physikalisch Machbare optimiert, um die hohen Anforderungen der Sachverständigen des TÜV und der Genehmigungsbehörden zu erfüllen.

 

Wer hat die EPS-Pipeline gebaut bzw. wer sind die Gesellschafter?

Die EPS Ethylen-Pipeline-Süd ist ein Gemeinschaftsprojekt von sieben führenden Unternehmen der Petrochemie und der chemischen Industrie. Beteiligt sind: Basell Polyolefine GmbH, BASF SE, Borealis Polymere GmbH, Clariant GmbH, OMV Deutschland GmbH, Vinnolit GmbH & Co. KG sowie die Wacker Chemie AG.

 

Warum wurde die Pipeline gebaut?

Die EPS Ethylen-Pipeline-Süd hat die erforderliche Infrastruktur für den sicheren, umweltbewussten und wirtschaftlichen Transport von Ethylen zwischen wichtigen süddeutschen Standorten der Chemie-Industrie geschaffen. Die Rohrleitung verläuft von Münchsmünster in Bayern durch Baden-Württemberg nach Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz. Zuvor befanden sich Petrochemie-Unternehmen im Südosten Bayerns in einer Insellage. Die Betriebe im sogenannten bayerischen Chemie-Dreieck konnten kein dort produziertes Ethylen exportieren oder zusätzlichen Bedarf decken. Durch den Anschluss der Pipeline an bereits bestehende Leitungen ist die EPS Teil eines gesamteuropäischen Ethylen-Pipeline-Netzes. Im bayerischen Münchsmünster wurde die Pipeline an die seit Jahrzehnten in Betrieb befindliche Leitung zwischen Münchsmünster, Gendorf und Burghausen angeschlossen. In Ludwigshafen ist der Anschluss an das nordwestdeutsche Ethylen-Pipeline-Netz erfolgt. Dieser Verbund macht es möglich, dass Ethylen nun vom niederländischen Rotterdam oder aus dem Ruhrgebiet über den Kölner und Frankfurter Raum bis fast an die österreichische Grenze nach Burghausen und in die andere Richtung transportiert werden kann. Damit können Standorte der chemischen und petrochemischen Industrie erhalten und ausgebaut werden.

 

Was ist das so genannte Bayerische Chemiedreieck?

Das Chemiedreieck im Südosten Bayerns ist die wichtigste bayerische Chemieregion. In diesem Gebiet um Altötting, Mühldorf am Inn und Traunstein sitzen insgesamt 27 Chemieunternehmen – mit Abstand die größten Arbeitgeber und Motoren der Wirtschaftsentwicklung in der Region.

 

Warum brauchen die Unternehmen in Münchsmünster, im Chemiedreieck und in Ludwigshafen die Pipeline?

Eine höhere Flexibilität bei der Ethylenversorgung ist die Voraussetzung, um auf kurzfristige Marktschwankungen rasch reagieren und damit wirtschaftlich und wettbewerbsfähig produzieren zu können. Damit verbunden ist eine langfristige Planungssicherheit für die Investitionsmaßnahmen, die notwendig sind, um das erwartete Marktwachstum bei ethylen-basierten Produkten mit entsprechend erweiterten Produktionskapazitäten begleiten zu können.
Der zweite Aspekt, der die Pipeline unverzichtbar macht, ist die langfristige Planungssicherheit für den Ausbau der Produktionskapazitäten. Der Weltmarkt für ethylen-basierte Produkte wächst relativ konstant.

 

Welche Perspektiven ergeben sich für die in Bayern angesiedelten Unternehmen der chemischen Industrie?

Mit der Errichtung der neuen Rohstoffleitung wird die Wettbewerbsfähigkeit der süddeutschen Industriezweige gestärkt und nachhaltig verbessert. Diese zukunftsweisende Infrastrukturmaßnahme dient nicht nur der Sicherung und dem Erhalt der aktuellen Strukturen und Arbeitsplätze. Langfristig ist die EPS für die Ethylen erzeugende und verarbeitende Industrie – nicht nur in Süddeutschland – von überlebenswichtiger Bedeutung. Nach der Entscheidung für den Bau der EPS zeigte sich eindrucksvoll das Vertrauen in die Zukunft der Standorte im Bayerischen Chemie-Dreieck. Die positve Wirkung geht bei Innovationen und Investitionen in Produktionsanlagen weit über die nun feststehende Ethylen-Versorgung hinaus. Allein die sieben Gesellschafter der EPS Etyhlen-Pipeline-Süd haben bereits mehr als eine Milliarde Euro in neue Anlagen investiert, die Kapazitäten erweitert und Produktionsstätten modernisiert.

 

Welche Mengen Ethylen können transportiert werden?

Derzeit können jährlich bis zu 280.000 Tonnen Ethylen in der Pipeline transportiert werden. Die Verdichter, also die technischen Anlagen, die das Gas in einen fluidförmigen Zustand bringen, stehen in Münchsmünster und in Ludwigshafen. In einer weiteren Ausbau-Stufe kann die Transportkapazität auf rund 400.000 Tonnen Ethylen erhöht werden.

 

Wie lange wird die Pipeline genutzt?

Die EPS Ethylen-Pipeline hat eine unbefristete Betriebserlaubnis erhalten. Üblicherweise geht man von einer Lebensdauer von 100 Jahren für eine solche Leitung aus. Durch die entsprechende Wartung ist der Betrieb einer Rohrfernleitung für mehrere Jahrzehnte gesichert. In regelmäßigen Abständen wird eine sogenannte intelligente Molchung durchgeführt. Dazu wird ein mit hochempfindlichen Messgeräten ausgerüstetes Gerät, der Molch, durch die Pipeline geschickt. Das Gerät prüft dabei mit Ultraschall jeden Millimeter der Innenseite auf Korrosion. Zudem kann so festgestellt werden, ob es Verformungen des Rohres gibt. Aufgrund der unterirdischen Verlegung ist die Pipeline auch weitgehend vor Witterungseinflüssen geschützt. Korrosion wird äußerlich durch die Ummantelung mit Kunststoff und einen sogenannten kathodischen Korrosionsschutz verhindert. Die an die EPS-Pipeline angeschlossene Leitung zwischen Münchsmünster, Gendorf und Burghausen ist beispielsweise schon seit mehr als vierzig Jahren in Betrieb. Auch der Ethylen-Leitungsverbund im Westen und Nordwesten, der das Ruhrgebiet, den Kölner Raum mit dem niederländischen Rotterdam vernetzt, wird schon seit Jahrzehnten betrieben.

 

Was ist Ethylen?

Ethylen ist ein farbloses, leicht süßlich riechendes Gas, das unter Normalbedingungen leichter ist als Luft. Es ist nicht wassergefährdend. In der Rohstoffleitung wird Ethylen als Fluid transportiert, also in einem Zustand zwischen Gas und Flüssigkeit.

 

Was wird aus Ethylen hergestellt?

Ethylen ist ein wichtiger Rohstoff für die chemische Industrie und Ausgangsstoff für rund 30 Prozent aller Petrochemikalien. Dabei dient Ethylen zur Erzeugung von zahlreichen Kunststoffen, darunter Polyethylen, PVC, PET, Zelluloseacetat und Polyvinylacetat-Polymere. Die daraus entstehenden Produkte sind aus dem täglichen Leben nicht wegzudenken: Fliesenkleber, Getränkeflaschen, Verpackungsfolien, Isolierungen von Kabeln, Fensterrahmen, Fußbodenbeläge, Haushaltswaren, Fahrzeugarmaturen, Gerätegehäuse, Waschmittel sowie Hilfsmittel und Rohstoffe für pharmazeutische Präparate sind nur einige Beispiele.

 

Wie wird Ethylen hergestellt?

Ethylen ist ein leichtes Kohlenwasserstoffprodukt. Da es weder im Rohöl noch im Erdgas direkt vorkommt, muss Ethylen aus Zwischenprodukten der Erdöl- und Erdgasraffination erzeugt werden. Im Prinzip wird Ethylen durch Zerlegung größerer Moleküle gewonnen. Diese Zerlegung, Cracken genannt, geschieht in Ethylenanlagen bei Temperaturen zwischen 750 und 850°C. Es gibt hauptsächlich zwei Verfahren, die großtechnisch verwendet werden, und die sich im Wesentlichen durch den Einsatz unterscheiden:
In erdgasreichen Gebieten (z.B. Mittlerer Osten) wird Ethylen aus Ethan erzeugt, welches dort als Nebenprodukt anfällt.
In Europa gewinnt man Ethylen im Wesentlichen aus Rohbenzin ("Naphtha"). Dieses Naphtha wird in Erdölraffinerien gewonnen. Anlagen zur Herstellung von Ethylen stehen daher meistens in oder in der Nähe von Raffinerien.

 

Wer produziert Ethylen?

Im Verbund der EPS Ethylen-Pipeline-Süd produzieren BASF in Ludwigshafen, Lyondell Basell in Münchsmünster und OMV in Burghausen Ethylen.

 

Wer verarbeitet Ethylen?

Im Verbund der EPS Ethylen-Pipeline-Süd verarbeiten Basell Polyolefine GmbH, BASF SE, Borealis Polymere GmbH, Clariant GmbH, Vinnolit GmbH & Co. KG sowie Wacker Chemie AG Ethylen zu hochwertigen Produkten. Für die genannten Unternehmen ist Ethylen in der Regel der wichtigste Rohstoff und damit die Basis für wirtschaftlichen Erfolg.

 

Was hat die Pipeline gekostet?

Die Kosten für den Bau der EPS Ethylen-Pipeline Süd liegen bei rund 220 Millionen Euro. Der Freistaat Bayern hat wegen der Bedeutung für wirtschaftliches Wachstum und der Sicherung von Arbeitsplätzen einen Zuschuss in Höhe von rund 45 Millionen Euro beigetragen.

 

Warum unterstützt der Freistaat Bayern das Projekt und in welcher Höhe?

Schon in der Planungsphase zur EPS Ethylen-Pipeline-Süd unterstützten die Landesregierungen von Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz das Infrastrukturprojekt und gaben Rückhalt. Der Freistaat Bayern stellte bereits frühzeitig eine Förderung in Höhe von rund 45 Millionen Euro in Aussicht. Die EU-Kommission genehmigte im Jahr 2006 den Förderantrag. Mit vorausschauender Standortpolitik machten sich die Länder für das Allgemeinwohl stark. Lebensqualität und Wohlstand wird auch in ländlichen Gebieten durch Arbeitsplätze in der Industrie maßgeblich bestimmt. Die EPS Ethylen-Pipeline-Süd schafft die Voraussetzungen für die Zukunft der Standorte und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Nach der Entscheidung für den Bau der EPS zeigte sich eindrucksvoll das Vertrauen in die Zukunft der Standorte im Bayerischen Chemie-Dreieck. Die positive Wirkung zeigt sich bei Innovationen und Investitionen in Produktionsanlagen, die weit über die nun feststehende Ethylen-Versorgung hinausgehen. Die sieben Gesellschafter der EPS  investierten allein schon mehr als eine Milliarde Euro in neue Anlagen, erweiterten Kapazitäten und modernisierten Produktionsstätten.

 

Können auch andere Unternehmen Ethylen entnehmen oder einspeisen?

Die EPS Ethylen-Pipeline-Süd wird als sogenannter "Common Carrier" betrieben. Das heißt, jeder potenzielle Ethylenverbraucher und jeder potenzielle Ethylenproduzent kann im Rahmen vorhandener Kapazitäten Ethylen transportieren lassen. Dazu müssen natürlich die technischen Voraussetzungen, also ein Anschluss des Unternehmens an die EPS, geschaffen werden.

 

Gibt es schon Unternehmen, die künftig die EPS nutzen wollen?

Derzeit gibt es nur in Karlsruhe die Möglichkeit des Anschlusses an die EPS. Die dortige MiRO-Raffinerie hat ein zweieinhalb Kilometer langes Teilstück von der EPS ins Werksgelände legen lassen, das aber noch nicht angeschlossen ist. Die Mineralölraffinerie Oberrhein in Karlsruhe ist die größte Raffinerie Deutschlands. In den Produktionsanlagen werden nicht nur Fahrbenzin, Heizöl, Diesel und andere Mineralölprodukte erzeugt. Als Nebenprodukt entsteht auch Ethylen, das bis heute in den Prozessanlagen unterfeuert wird. Die MiRO plant, durch eine neue zu bauende Anlage das Ethylen auf den geforderten Reinheitsgrad aufzubereiten und über die EPS zu vermarkten. Die MiRO hat die logistische Voraussetzung für eine mögliche zukünftige Produktion von hochreinem Ethylen geschaffen. Die EPS bietet für die MiRO die Chance, sich mit der chemischen Industrie in Rheinland-Pfalz und Bayern noch stärker zu vernetzen und dadurch den Standort und die Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu sichern und auszubauen.

 

Welche Möglichkeiten der Ansiedlung gibt es?

Grundsätzlich ist es möglich, dass sich entlang der Pipeline Unternehmen beispielsweise aus dem Bereich der Kunststoff-Verarbeitung ansiedeln. Entsprechende Anschluss-Pipelines müssen den technischen Anforderungen der EPS entsprechen und sind von den Interessenten zu finanzieren.

 

Wie wird die Sicherheit der Pipeline gewährleistet?

Sicherheit für Mensch und Umwelt besitzt bei der EPS oberste Priorität. Bei Planung und Bau waren die hohen Anforderungen von Gesetzgeber und Genehmigungsbehörden der Maßstab für die Trassenführung und die Sicherheit der Leitung. Erst nach zahlreichen Tests und absolvierten Prüfungen der technischen Einrichtungen konnte die Pipeline in Betrieb gehen. Die Freigabe erteilten unabhängige Gutachter wie beispielsweise der TÜV Süd oder TÜV Rheinland. Für die Sicherheit im Betrieb sorgt eine rund um die Uhr besetzte Leit-Zentrale. Von dort aus wird die Rohrleitung mit modernster Technik überwacht. Im unwahrscheinlichen Fall eines Lecks sorgen ferngesteuerte Absperrstationen für eine Minimierung des Ethylen-Austritts. 24 dieser Absperrstationen befinden sich in Abständen von 12 bis 18 Kilometern entlang der 370 Kilometer langen Strecke. Neben moderner Sicherheitstechnik sorgen regelmäßig durchgeführte Kontrollflüge, Befahrungen und Begehungen der Trasse für einen störungsfreien Betrieb. Da die EPS-Pipeline in weiten Teilen parallel zu anderen Infrastruktur-Einrichtungen wie Pipelines, Strom-Leitungen oder Telekommunikationsverbindungen verläuft, ist sogar noch ein Plus an Sicherheit gewonnen. Unbefugte Eingriffe, wie beispielsweise nicht angemeldete Bauarbeiten, können so weitgehend ausgeschlossen werden.

 

Welche Auswirkungen haben Bau und Betrieb der EPS Ethylen-Pipeline Süd auf die Umwelt?

Um den Flächenverbrauch so gering wie möglich zu halten, nutzt die 370 Kilometer lange Trasse überwiegend den Verlauf bereits bestehender Leitungen. Lediglich rund vierzig Kilometer der EPS benötigen eine so genannte Solotrasse. Durch diese Trassenführung und eine schonende Bauweise wurden Eingriffe in Natur und Landschaft weitgehend vermieden. Die Pipeline umgeht Wohngebiete,  Bannwälder und andere besonders schützenswerte, ökologisch sensible Bereiche. Nach Abschluss der Bauphase wurde der Arbeitsstreifen über der Rohstoffleitung rekultiviert und in den ursprünglichen Zustand gebracht, so dass beispielsweise die landwirtschaftliche Nutzung wieder uneingeschränkt möglich ist.
Im Betrieb ist der Etyhlen-Transport in der Pipeline sicher, emissionsfrei und energiesparend. Lediglich die Streckenabsperrstationen für die Sicherheit sind an der Oberfläche zu erkennen. Orangefarbene Markierungspfähle zeigen den Verlauf der EPS-Pipeline.

 

Wer betreibt die Pipeline?

Für die Zeit nach der Inbetriebnahme hat die EPS bereits Vorsorge getroffen und die kaufmännische und technische Betriebsführung an die ARG mbH & Co. KG (ehemals Aethylen-Rohrleitungs-Gesellschaft), Duisburg, und die Evonik Industries AG, Marl, übergeben. Beide Unternehmen verfügen über die entsprechende langjährige Erfahrung für Betrieb, Überwachung und Wartung von Pipeline-Infrastrukturen, insbesondere auch für überkritisches Ethylen. EPS bleibt aber für mindestens 25 Jahre die Eigentümerin und Betreiberin der gesamten Pipeline-Anlagen und so auch weiterhin Ansprechpartner für die Behörden und hat die Rechte und Pflichten des Betreibers wahrzunehmen.